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Ein Wort zum Klavierstimmen


Klavierstimmen ist eine Kunst. Sie erfordert sowohl ein präzises Gehör, als auch sehr fein ausgeprägtes handwerkliches Können. In der Praxis gibt es leider allzu oft Stimmer, die ihre Aufgabe entweder nicht ausreichend ernst nehmen, oder ihr einfach nicht gewachsen sind.

Ebenso herrscht bei manchen Kunden die Meinung, dass optimale Genauigkeit beim Stimmen nicht so wichtig ist, weil sie die feinsten Unterschiede angeblich “sowieso nicht hören” können.


Das Letztgenannte ist ein Irrtum, der weitreichende Folgen haben kann, besonders, wenn die Klavierspieler Kinder sind, deren Motivation wesentlich auch davon abhängig ist, wieweit die Wahrnehmung des klanglichen Resultates ihrer Mühe sie begeistert – oder frustriert. Besonders Kinder, aber auch die meisten musizierenden Erwachsenen sind kaum in der Lage, den Klang des Klaviers analytisch zu “sezieren”, um die Einzelfaktoren dessen zu definieren, was ihnen nicht gefällt – sie registrieren einfach das klangliche “Feedback” im Ganzen. Ist es “schön”, fördert es die Lust zum Spielen und Üben, klingt es hingegen nicht wirklich ansprechend, reagieren sie entsprechend negativ, verlieren sogar im Laufe der Zeit oftmals gänzlich die Freude am Klavierspiel. Natürlich kann auch die für ein Kind passende oder weniger geeignete Auswahl der Stücke entsprechende Auswirkungen haben, sowie andere Einflussfaktoren, aber diese Betrachtung soll sich auf die Bedeutung einer (guten oder schlechten) Klavierstimmung konzentrieren.


Jede Komposition, selbst die einfachste, beruht auf musikalischen Ideen des Komponisten. Der Komponist seinerseits hat bei der Gestaltung von Harmonien in der Regel das Klangbild eines “wohltemperiert” gestimmten Klaviers im “geistigen Ohr”, oder selbst praktisch zur Verfügung. Je mehr das Klavier verstimmt ist, umso weniger ist beim Spielen eines Musikwerkes davon wahrzunehmen, was der Autor eigentlich bezweckt hat. Es gibt Akkorde und Intervalle, die sich geradezu abstoßend anhören, wenn ein Klavier stark verstimmt ist, aber auch solche Harmonien, die ihre charakteristische, dem Klangbild eigene Wirkung bereits bei einem leicht verstimmten Klavier verlieren.


Nur eine optimale Klavierstimmung ermöglicht die volle Wahrnehmung dessen, was eine musikalische Komposition zu vermitteln vermag, und kann so erheblich dazu beitragen, dass die Freude am Klavierspiel nicht nur erhalten bleibt, sondern stetig zunimmt.


David Klavins

Klavierbaumeister / Konzertstimmer